Die vom Sultan des Ottomanischen Reiches in Auftrag gegebene Hedjaz Railway wurde nach der Gründung der Nationalstaaten auf diese aufgeteilt. Heute verkehren gerade noch zwei Passagierzüge pro Woche von Damaskus nach Amman. Offizieller Grund für den Bau dieser Bahn zwischen 1900 und 1914 war der Wunsch, die Pilger, die sich in Damaskus für die 30 bis 40-tägige Reise zu den Heiligen Stätten versammelten, in zwei bis drei Tagen nach Medina zu führen. Eine Weiterführung der Linie nach Mekka war geplant, konnte infolge Kriegswirren jedoch nicht ausgeführt werden.
Von der einst gebauten Strecke von 1320 km konnten wir einen Viertel, 326 km, zwischen Damaskus und Qatrana, abfahren.
Eine fotogene Komposition für die Reise nordwärts, zum Syrischen Grenzbahnhof Dera'a: die früher pechschwarze Pacific 82 in erhabenem Weinrot.
Schweiss, Oel und Russ, die Poesie der Dampflok.
Vorbei an Reliquien der Neuzeit.
Das letzte Trittbett war stets gut besetzt. Hier bestand die Möglichkeit eines Kontaktes mit der Bevölkerung. Dies sorgte für Heiterkeit bei den Marktleuten.
Die Pacific 82 ist schneller als man denkt: ein Fernfahrer musste dies am Leibe seines Fahrzeuges erfahren. Die Polizei war schnell zur Stelle, ein verlorener Puffer wurde aufgeladen und schon ging es weiter.
Bald ist das Abenteuer in Jordanien zu Ende, die Wüste hat bereits der Steppe Platz gemacht. Zum Abschied ein typisches Stationsgebäude im Niemandsland, heute ausser Betrieb.